Archer, T’Pol und Tucker kommen in einer menschlichen Siedlung innerhalb der Delphic Expanse an, die an das äußerste Amerika des 19.Jahrhunderts erinnert. Sie sind erschrocken darüber, wie die dortigen Menschen die Skagaraner, eine andere humanoide Rasse, misshandeln und der Willkür der Behörden ausliefern.
„Howdy, Partner!“
Faustrecht (im Original North Star) bringt eine Prise Western in die Galaxis, und das macht schon allein wegen der Abwechslung Spaß. Captain Archer (Scott Bakula) und seine Crew landen auf einem Planeten, der aussieht wie direkt aus einer John Wayne-Hommage entsprungen. Kein Wunder, die Bewohner sind Nachfahren von entführten Menschen, die von einer fremden Alien-Rasse, den Skagarans, vor Jahrhunderten als Sklaven verschleppt wurden. Klingt nach einer durchgeknallten Prämisse? Ist es auch, aber das macht sie nicht weniger unterhaltsam!
Der Spaß beginnt mit Archer im Cowboy-Outfit – inklusive Hut, der so schief sitzt, dass man sich fragt, ob er in seinem letzten Leben als Sheriff gedient hat. Natürlich hat Scott Bakula sichtlich Spaß an der Rolle, und auch T’Pol (Jolene Blalock) und Trip Tucker (Connor Trinneer) machen in ihrer „historischen“ Verkleidung eine gute Figur. Besonders T’Pols trockene Kommentare zur irrationalen Gewalt des Wilden Westens sind ein Highlight.
„Fremdenhass und andere Western-Klischees“
Die Folge bietet mehr als Cowboy-Hüte und Revolverduelle. In bester Star-Trek-Manier kratzt das Drehbuch an den Themen Rassismus, Vorurteile und sozialer Ungerechtigkeit. Die einst versklavten Skagarans werden mittlerweile von den Menschen unterdrückt – eine bittere Ironie, die Archer natürlich nicht kalt lässt. Die moralische Botschaft ist eindeutig, aber sie wird hier nicht mit dem Holzhammer vermittelt. Besonders der Auftritt von Cooper Smith (Glenn Morshower), einem sturköpfigen Dorfbewohner, bringt emotionale Tiefe. Die Actionszenen – ein ordentlich inszeniertes Revolverduell inklusive – lockern die Folge auf, ohne das zentrale Thema zu untergraben.
Trivia & Funfacts zum Mitnehmen
Archers Ansprache zur Gleichberechtigung erinnert stark an Captain Kirks berühmten Monolog aus der Classic-Serie (Bele jagt Lokai). Die Westernstadt wurde tatsächlich auf demselben Set gebaut, das schon in Bonanza und Gunsmoke zu sehen war.
„Showdown mit Stil“
Am Ende bleibt der Crew keine Wahl, als den Status quo zu beeinflussen, ohne die temporale Direktive zu verletzen. Archer überzeugt die Menschen und Skagarans, zumindest einen Dialog zu beginnen. Die Lösung wirkt zwar ein bisschen zu sauber, aber die Botschaft bleibt hängen: Jeder verdient eine zweite Chance.
Fazit
Die Mischung aus Western-Ambiente und moralischer Tiefe macht Faustrecht zu einem kleinen Highlight, das mit seinen Figuren und seiner Botschaft überzeugt. Es ist kein Meilenstein, aber definitiv eine spaßige Abwechslung im sonst so düsteren dritten Jahr der Serie.
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Warpskala
WarpskalaPositiv
- Eine erfrischende Abwechslung von der düsteren Xindi-Handlung
- Archer zeigt diplomatische Fähigkeiten, die seine Führungsqualitäten betonen
- Einfühlsame Behandlung von Rassismus und Vorurteilen
- Einfühlsame Behandlung von Rassismus und Vorurteile
Negativ
- Die Bewohner des Dorfes wirken teilweise eindimensional
- Der Ausgang der Geschichte ist wenig überraschend
- Die Folge fühlt sich wie ein „Filler“ an
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