Die LEUCHTKRAFT und ihr Gast – eine Meisterin der Insel berichtet
Titel: Haus der Maghane
Autor: Wim Vandemaan
Zeichner: Arndt Drechsler-Zakrzewski
Erschienen: Freitag, 6. Mai 2022
Worum geht es in diesem Roman?
Die Meisterin der Insel Soynte Abil verhandet mit DAM, dem Bordgehirn der LEUCHTKRAFT, über die Nutzung des Beibootes MONITOR-C. Soynte erzählt aus ihrer Zeit der Maghane.
Der Leseeindruck
Die Meister der Insel, kurz MDI, sind der legendäre erste wirklich geplante 100-Hefte-Zyklus der langen Perry Rhodan-Historie und haben damit den Standard gesetzt. Vieles mögen die vergangen 54 Jahre verklärt haben, aber in dem Zyklus stecken viele tolle und große Ideen und noch immer beflügelt dieser Zyklus die Fantasie einer treuen, fast schon fanatischen, Fangemeinde. Am anderen Ende des Spektrums dürften die Sense-of-Wonder Bewunderer liegen, denen es nicht kosmisch genug sein kann.
Mit diesem Roman haben wir also die Symbiose aus Fan-Service beider entgegengesetzter Lager. Das kann Großes hervorbringen, aber auch kolossal in die Hose gehen. Mir hat es jedenfalls gezeigt, dass auch Glück und die Tagesform des Lesers dabei eine gewaltige Rolle spielen können. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit habe ich den Roman schon am Donnerstag angefangen und … es war eine Katastrophe. Olle Kamellen in verschwurbelter Umgebung. Es war eine Quälerei. Ich habe den Roman nach ca. 20 Seiten abgebrochen.
Am Freitag habe ich den Roman dann weitergelesen und das Leseerlebnis war ein vollkommen anderes. Die LEUCHTKRAFT war nur Rahmenkonstrukt, dafür hat die MDI-Geschichte einiges an Charme entwickelt. Das hatte durchaus Game of Thrones-Qualitäten, ohne hier zu weit ins Detail gehen zu wollen. Mir hat es am Freitag jedenfalls ausgesprochen Spaß gemacht, den Roman zu lesen.
Selbst der Anfang, den ich donnerstags fürchterlich fand, konnte am Freitag für mich seinen vollen Charme entfalten. Da wusste ich aber, was mich erwartet, und ich war darauf eingestimmt.
Die Punktevergabe
Die Skala ist angepasst und es gibt ein kurzes Video zur Anpassung, falls es jemand genauer wissen möchte. Ab diesem Roman gibt es also neue Perry-Punkte.
Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Hier stecke ich zwischen abgebrochen (Donnerstag, 0 Punkte) und vollkommen begeistert (Freitag, sehr nahe an 4 Punkten). Treffen wir uns in der Mitte bei 2 Punkten.
Der Sense-of-Wonder-Anteil (max. 2 Punkte): Doch selbst die MDI können nach so langer Zeit noch einiges an Faszination hervorrufen. Auch wenn die LEUCHTKRAFT etwas kurz kam, vergebe ich hier einen Bonus und bin bei 1,5 Punkten.
Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte), bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Der Wechsel vom Vorgängerroman zu diesem hätte kaum brutaler vonstattengehen können. Null Überleitung. Was dagegen überzeugt, ist die Überleitung zu dem kommenden nächsten Heften dieses Handlungsabschnitts, das war wirklich gut und gelungen. Ich habe Lust auf mehr. Das kommt auf plus/minus null Bonus heraus und ergibt den Default 1 Punkt.
Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Hier zählt nur die reine Autorenleistung und da bin ich ganz beim Freitag. Wim Vandemaan ist als Autor definitiv ein Meister seines Fachs. Weniger als 2 Punkte würde dem hier nicht gerecht werden.
In Summe sind das 6,5 vom 10 neuen Punkten.
Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.
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