Die Schläferin entkommt – sie eröffnet die Jagd auf Reginald Bull
Titel: Kampf der Kastellanin
Autor: Susan Schwartz
Zeichner: Dominic Beyeler
Erschienen: Freitag, 29. April 2022
Worum geht es in diesem Roman?
Bully ist es mit Hilfe der USO gelungen, seinen chaotrachischen Schatten loszuwerden. Aber so einfach wird es nicht. Die Chaostruppen haben noch ein paar mehr Asse im Ärmel und entsenden die Schläferin. Da kommt selbst eine Kastellanin ins Schwitzen.
Der Leseeindruck
Formal macht der Roman alles richtig, allerdings springt bei mir der Funken leider nicht über. Vielleicht wird zu viel und zu detailliert gezeigt. Wir erleben Bullys Pläne, sich weiterhin den Chaotarchen zu entziehen.
Wir erleben, wie die Schläferin Apehel erwacht und sowohl den TDL und die parapsychisch begabte Kastellanin Ioniv-Vinol Etter erfolgreich überwindet und sich auf die Jagd auf Bully begibt. Dabei raubt sie neben Ioniv-Vinols PSI-Kräften auch deren Seele, was die Kastellanin für eine geraume Weile außer Gefecht setzt.
Den dritten Teil des Romans bildet dann die Verfolgungsjagd der Kastellanin, die nicht gut auf die Schläferin zu sprechen ist und natürlich versucht, Bully zu retten.
Formal ist dieser Roman der Höhepunkt der aktuellen Bully-Handlung.
Die Punktevergabe
Die Skala ist angepasst und es gibt ein kurzes Video zur Anpassung, falls es jemand genauer wissen möchte. Ab diesem Roman gibt es also neue Perry-Punkte.
Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): So ganz ist der Funken bei mir nicht übergesprungen und die doch abrupten Wechsel der Perspektivfiguren werfen mich aus dem Lesefluss. Hier gibt es von mir 2,5 Punkte.
Der Sense-of-Wonder Anteil (max. 2 Punkte): Alle Elemente sind in vorherigen Romanen ausführlich dargestellt worden, sodass ich hier 1 Punkt für einen durchaus flotten SF-Agententriller vergeben kann.
Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte), bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Die Bully-Handlung nimmt Fahrt auf und ist dann auch gleich schlagartig wieder zu Ende. Der Spannungsbogen für diesen Handlungsabschnitt stimmt, allerdings ist das Thema in seinen Ursprüngen über ein Jahr alt. Am Stück erzählt hätte das aber wohl noch besser gewirkt, auch wenn es so vom Zeitablauf her stimmig ist. Ich vergebe 1 Punkt.
Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Susan Schwartz hat bei diesem Roman nichts im Dunkeln gelassen. Es passt alles zusammen, es gab immer die optimale Perspektive. Leider wirkt das Ganze für mich persönlich zu ausgeleuchtet, quasi überbelichtet. Ich vermisse etwas Schatten und den Freiraum, sich Dinge selbst zu erarbeiten. Das ist so in Ordnung und mit allen Pro und Contras komme ich wieder auf 1 Punkt.
In Summe sind das 5,5 von 10 neuen Punkten.
Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.
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